Gedanken und Beobachtungen vom Zukunftscoach
KI ist grossartig. Ich nutze sie täglich in vielen Bereichen. Ja, auch bei der Erstellung von Texten wie diesem.
Über Künstliche Intelligenz wird bereits so viel geschrieben, dass ich zögere, mich auch noch dazu zu äussern. Trotzdem möchte ich meine Gedanken teilen und, ehrlich gesagt, für mich sortieren. Denn ich merke, dass ich zunehmend ambivalent werde. Etwas an dieser mühelosen Grossartigkeit der KI beschäftigt mich zunehmend.
Ein Muskel wächst am Widerstand
Ein Muskel wächst erst, wenn er gefordert wird. Mit dem Lernen ist es genauso. Wir müssen Hindernisse überwinden, um etwas zu begreifen und dabei ein Gefühl von Selbstwirksamkeit zu entwickeln. Die Mühe ist also nicht der Preis fürs Lernen, sondern Bedingung dafür. Logisch.
Der IKEA-Effekt und der Berg zu Fuss
Die Verhaltenspsychologie kennt dieses Phänomen gut. Der IKEA-Effekt beschreibt unsere Tendenz, selbst gebastelten oder zusammengebauten Dingen mehr Wert und Zuneigung beizumessen als fertig gekauften. Wer eine Arbeit erfolgreich abschliesst, erlebt Kompetenz und Selbstbestätigung. Man mag den Tisch mehr, weil man ihn selbst zusammengeschraubt hat. Und offenbar lernt man an einem solchen Tisch sogar besser.
Auf Berge führen Seilbahnen. Und trotzdem ist es für viele erfüllender, selbst hochzulaufen. Es ist derselbe Mechanismus: Die investierte Zeit, die Mühe, der Schweiss lassen den Gipfel wertvoller erscheinen.
Muskel, Möbelstück, Berg und eine Einsicht: Wenn es anstrengend wird, lässt uns das wachsen. Kenne ich nur zu gut.
Was, wenn uns die KI die Mühe abnimmt?
Macht es uns also glücklicher und klüger, wenn wir uns von der KI alles abnehmen lassen?
Neben den oben genannten Punkten: Man könnte vermuten, dass wir mit der KI nach und nach auch das Bedürfnis verlieren, uns auszutauschen, neugierig Überraschendes zu entdecken, uns persönlich weiterzuentwickeln.
Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass ich das nicht will. Denn wir entwickeln uns doch erst weiter, wenn wir nicht einfach das Bekannte wiederkäuen, wie es die KI (zugegebenermassen gut) tut.
Die KI-Jünger werden jetzt «Generative KI!» rufen. Die KI lernt aus riesigen Datenmengen komplexe statistische Muster und erschafft daraus tatsächlich Neues. Die Frage ist nur: Wollen wir das Lernen und das Kreieren wirklich an die künstliche Intelligenz delegieren?
Wenn heute die Juniors fehlen
Wie da so ist: Fragen führen zu weiteren Fragen. Alle reden davon, dass die KI den Menschen nur ergänzt und unterstützt. Erste Erkenntnisse deuten aber in eine andere Richtung. Gerade Einsteigerjobs werden ersetzt. Angeblich sind bis zu 30% der Junior-Stellen bereits weggefallen, weil die Aufgaben von KI erledigt werden.
Wenn heute die Juniors fehlen, fehlen morgen die Seniors und übermorgen das Management, die CEOs. Alles wegen Effizienzgewinnen und «because we can». Ist das wirklich der Weg, der uns weiterbringt? Sollten wir dem gesellschaftlichen Wachstum nicht wieder mehr Wert beimessen? Ich habe den Eindruck, dass wir längst vergessen haben, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet.
Hinzu kommt: Klar lernen wir im Umgang mit der Künstlichen Intelligenz auch Neues. Gleichzeitig aber verlernen wir das kritische Denken. Nicht diejenigen, die es gewohnt sind zu hinterfragen und die Perspektive zu wechseln, weil sie es noch ohne KI geübt haben. Aber was passiert mit denen, die das nie gelernt haben? Und mit jenen, die mit der KI aufwachsen und es sich bequem machen? Wir sind schliesslich evolutionär bedingt sparsam mit unserer Energie. Keine gute Voraussetzung, wie ich finde.
Die gute Nachricht
Es gibt aber eine gute Nachricht. Wir müssen die Zukunft mit KI nicht einfach über uns ergehen lassen. Wir können uns aktiv überlegen, wie wir sie gestalten wollen.
Genau das tun wir in der Zukunftsarbeit. Zu den brennenden Fragen überlegen wir uns, welche Zukünfte es geben könnte: wahrscheinliche, mögliche, plausible – und vor allem wünschenswerte. Wir schauen uns die Einflussfaktoren an, suchen nach Signalen für Entwicklungen, entwerfen Bilder und Handlungsoptionen und erarbeiten daraus konkrete Roadmaps.
Die KI soll und darf uns Arbeit abnehmen, uns unterstützen und ergänzen. Die Zukunft mit KI entsteht ohnehin. Die Frage ist, ob wir sie gestalten oder sie uns.
Wir erleben zurzeit eine beispiellose Hitzewelle. Arthur Rutishauser schrieb im «Bund» vom 28. Juni unter dem Titel «Wer es jetzt noch nicht kapiert hat, dem ist nicht zu helfen», dass Temperaturen von 45 bis 50 Grad in der Schweiz nicht mehr undenkbar seien.
Ich sinniere hier nicht über den Klimawandel. Aber was zurzeit immer offensichtlicher wird, lässt mich darüber nachdenken, wie wir Menschen mit schwierigen Situationen und Erkenntnissen umgehen.
Ab wann kommen Menschen ins Handeln?
Wir hätten das Handeln sowieso verlernt, sagt Soziologe Hartmut Rosa. Handeln hiesse, auf eine Situation mithilfe von Urteilskraft zu reagieren. Wer allerdings mit dieser Urteilskraft zum Schluss kommt, dass wir als Einzelne eh nichts bewirken können, missversteht ihre Bedeutung. Das gilt für den Klimawandel genauso wie für andere Themen.
Es ist zwar so: Der Ausstoss eines einzelnen Menschen ist minimal, sogar der von einzelnen Staaten wie der Schweiz. Aber das Minimale addiert sich in der Summe zu dem, was wir immer stärker spüren und was weltweit massive Auswirkungen hat.
Die Haltung «Als Individuum kann ich eh nichts ändern, und alle anderen machen ja auch gleich
weiter» ist noch aus einem weiteren Grund nicht zielführend. Sie schadet nicht nur ganz offensichtlich dem Gemeinwohl und macht uns zu Wutbürgern, die mit dem Finger auf andere zeigen. Wir verpassen vor allem, uns zwei entscheidende Fragen zu stellen: «Welche Zukunft wünsche ich mir? Und wer will ich in dieser Zukunft sein?» Diese beiden Fragen führen zu einer weiteren: «Welche wünschenswerte Zukunft möchte ich gestalten?»
Drei Haltungen, die uns weiterbringen
An diesem Punkt, zwischen Resignation und Gestaltungswillen, möchte ich drei Stimmen zitieren, die mich in letzter Zeit zum Nachdenken bewegt haben.
Die Schriftstellerin Gabriele von Arnim hat in einem Interview in der «Zeit» davon gesprochen, dass sie sich nach dem Verlust ihres Mannes vorgenommen habe, weder einsam noch bitter zu werden. In Gesprächen mit anderen Menschen bei einem gemeinsamen Essen pflegt sie jene Verbindungen, die zur Lösung von Herausforderungen wichtig sind. Bitterkeit vergifte zudem nur einen selbst.
Ich bin überzeugt, dass beides, Verbindung statt Vereinzelung und Offenheit statt Bitterkeit, auch für andere Lebensbereiche gilt, insbesondere für die Gestaltung der Zukunft. Wenn wir gemeinsam mit anderen unvoreingenommen und mit positivem Geist die Zukunft anpacken, entwickeln wir eine Wirkmacht und kommen ins Handeln.
Der Hamburger Senator für Kultur und Medien, Carsten Brosda, hat in einem Text ein Phänomen beschrieben, das er «strategische schlechte Laune» nennt: Sie kann sehr nütztlich sein, schützt sie doch beispielsweise den Fussballfan vor Enttäuschung. Verliert sein Verein, war der Fan ohnehin im Recht. Gewinnt er, darf sich der Fan über eine unerwartete Überraschung freuen – ein Gewinn ohne Risiko.
Übertragen auf gesellschaftliche Herausforderungen zeigt sich aber: Wer nicht bloss Zuschauer, sondern Mitspieler ist, dem hilft Defätismus nicht über Enttäuschungen hinweg, sondern führt direkt in die Lähmung. Keine gute Voraussetzung für ein besseres Morgen.
Und schliesslich: Die Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny sagte in einem Interview, dass wir Menschen zu risikoavers denken, weil wir uns maximal absichern wollten – das gilt in unsicheren Zeiten wie diesen umso mehr. Der Versuch aber, Risiken unbedingt zu vermeiden, führt dazu, dass wir mutlos agieren und nichts Neues mehr wagen. Mut und Neugier aber sind absolut notwendig in unsicheren Zeiten.
Gestalten statt erstarren
Verbindung statt Bitterkeit, Mitspielen statt Zuschauen, Mut statt Risikovermeidung. Drei Haltungen, die uns aus der Lethargie herausführen können. Und sie führen zu einer einfachen, aber kraftvollen Erkenntnis: Alles ist menschengemacht, also im Prinzip auch menschenänderbar.
Gerade deshalb ist aktives und positives Zukunftsgestalten für uns alternativlos. Nicht weil uns die Wahl fehlt, sondern weil uns die Alternative nirgendwohin bringt. Die Zukunft entsteht ohnehin. Die einzige Frage ist, ob wir sie gestalten – oder sie uns.
In der Zukunftsarbeit gibt es sie auch, die Sternschnuppen.
Es geht hier nicht die Deutung von astrologischen Phänomenen oder Aberglaube. In der Zukunftsarbeit beschäftigen wir uns vielmehr mit einer einfachen Frage: Welche Hinweise auf mögliche Veränderungen können wir beobachten?
Solche Signale begegnen uns überall. In Gesprächen mit Menschen, in Zeitungsartikeln und Büchern. Auf Social Media oder im Arbeitsalltag. In neuen Produkten oder Verhaltensweisen, die zunächst ungewöhnlich erscheinen. Oder in Veränderungen an den Rändern der Gesellschaft, die kaum wahrgenommen werden.
Wer aufmerksam hinschaut, entdeckt immer wieder kleine Irritationen. Dinge, die nicht ganz ins Bild, in unser Bild passen, die sich nicht gewohnt anfühlen.
Die Sternschnuppen der Zukunft
Signale sind frühe Hinweise auf mögliche Entwicklungen. Sie zeigen sich oft lange, bevor ein Thema in der Öffentlichkeit breit diskutiert wird oder Organisationen darauf reagieren.
Das Entscheidende dabei: Ein Signal ist noch kein Trend. Es ist vielmehr ein möglicher Vorbote davon. Signale sind schwach, mehrdeutig und oft schwer zu interpretieren. Sie tauchen ausserhalb vom Mainstream auf. Viele verschwinden wieder, bevor sie überhaupt jemand bemerkt, andere entwickeln sich weiter. Einige wenige prägen Jahre später als Megatrends ganze Märkte und Gesellschaften. Wiederum andere münden in grossen Gegentrends.
Wie Zukunftsarbeit Signale sichtbar macht
Eine Methode der Zukunftsarbeit ist das sogenannte Horizon Scanning. Dabei werden Signale systematisch gesammelt, dokumentiert und reflektiert. Ziel ist nicht, die Zukunft vorherzusagen. Es geht darum, mögliche Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen, um Ableitungen für Zukunftsbilder zu machen.
Denn Zukunft entsteht aus einer Vielzahl von Entwicklungen, Entscheidungen und Wechselwirkungen. Signale helfen uns dabei, diese Dynamiken früh zu erkennen und unsere Aufmerksamkeit bewusst auf das zu richten, was daraus entstehen könnte.
Warum das relevant ist
Neue Technologien, gesellschaftliche Erwartungen, Arbeitsformen, Konsumgewohnheiten schleichen sich oft ganz unscheinbar in unseren Alltag. Wer hätte beispielsweise noch vor fünf Jahren gedacht, dass wir heute überall per Handy oder Smartwatch bezahlen können? Die Entwicklung in diese Richtung hat sich aber schon viel früher abgezeichnet: Technologieunternehmen experimentierten schon vor 15 Jahren mit digitalen Wallets, erste mobile Bezahlsysteme wurden in Asien getestet. Einige «Nerds» sprangen auf. Die Entwicklung der Smartphones hat der Verbreitung zusätzlich Schub gegeben.
Viele Menschen fragten sich damals: «Warum sollte ich mit dem Handy bezahlen, wenn ich bereits Bargeld oder eine Karte habe?» Doch: Wer nur auf das Gewohnte schaut, verpasst Signale und erkennt vieles erst dann, wenn es bereits offensichtlich ist.
Um Signale zu verstehen, schärfen wir in Zukunftsprojekten mit neugieren Fragen den Blick für Möglichkeiten:
Was könnte sich hier gerade entwickeln?
Wohin könnte das führen, wenn wir es weiterdenken?
Welche Auswirkungen hätte das auf unser Leben, wird es einfacher, besser?
Welche Probleme könnten damit gelöst werden?
Wollen wir das, oder finden wir die Vorstellung unangenehm?
Und was davon möchten wir selbst aktiv mitgestalten?
Der genaue Blick lohnt sich
Vielleicht begegnet euch heute noch eine solche Sternschnuppe. Nicht am Nachthimmel, sondern in einem Gespräch, einem Artikel, einer Beobachtung oder einer ungewöhnlichen Idee. Fragt euch: Was könnte dieses Signal über mögliche Zukünfte erzählen?
Lasst uns gemeinsam auf die Suche nach Sternschnuppen gehen.

Wer nur berechnet, was wahrscheinlich ist, verpasst, was möglich wäre.
Ein Missverständnis
Zukunftsarbeit ist keine Verlängerung der Vergangenheit. Egal, wie viele Daten wir analysieren, Risiken wir identifizieren, Muster wir erkennen.Wir berechnen damit bestenfalls einen Erwartungswert. Und werden deshalb immer wieder überrascht. Das liegt nicht an schlechter Analyse. Es liegt daran, dass zwei wichtige Aspekte zu wenig berücksichtigt werden.
1. Die Illusion von Sicherheit
Prognosen fühlen sich gut an. Sie reduzieren gefühlt die Unsicherheit. Tatsächlich blenden sie auch aus, was wir noch nicht wissen können. Das Ergebnis: Wir glauben, vorbereitet zu sein. Und werden doch wieder überrascht.
Die Alternative: Unsicherheit nicht als Problem zu behandeln, das gelöst werden muss, sondern als Möglichkeitsraum, den man erkunden kann. Das ist weniger beruhigend und dafür vielversprechender.
2. Die unbeantwortete Frage
Selbst die beste Analyse lässt eine entscheidende Frage offen: Was wollen wir eigentlich?
Die Vision als Antwort darauf zu zitieren, eignet sich oft nur bedingt. Denn viele Visionen bleiben vage und sind glattgeschliffen. Sie klingen gut, bieten im Alltag aber kaum echte Orientierung. Es geht darum herauszufinden: Was ist eine wünschenswerte Zukunft? Wofür und wogegen entscheiden wir uns bewusst?
«Was wollen wir möglich machen?»
Statt zu fragen, was passieren wird, sollten wir eine Perspektive des Möglichen einnehmen. Das erlaubt es, mutig und aktiv mögliche, wünschenswerte Zukünfte zu erkunden, statt eine wahrscheinliche Zukunft verwalten. Es geht nicht darum, möglichst utopische Ideen zu entwickeln. Sondern Zukunft aktiv zu entwerfen und nicht einfach zu erleben. Driver Seat statt Rückbank. Das macht angreifbar und ist anspruchsvoll, aber vielversprechend. Blick und Köpfe gehen auf, bisher Undenkbares wird vielleicht denkbar, Optionen zeigen sich, Klarheit entsteht, Unsicherheit verliert den Schrecken.
Finden wir gemeinsam heraus, was möglich ist. Hier geht’s zum Kontaktformular.
(Foto: Alicia Eggert, This Present Moment, 2019-2020, Smithsonian American Art Museum, © 2019, Alicia Eggert)
Meine Erfahrung ist: Viele Change-Projekte scheitern nicht am Konzept oder der Strategie sondern daran, dass gar nicht, zu zu spät oder falsch kommuniziert wird.
Was passiert da?
1. Es wird nicht kommuniziert
In manchen Projekten herrscht Funkstille. Dass sich etwas tut, bekommen die Menschen in der Organisation meist dennoch mit. Die Folge: Sie haben das Gefühl, dass ihnen etwas verheimlicht wird. Vertrauen geht verloren, oft schon bevor die eigentliche Veränderung überhaupt spürbar wird.
Denn wenn Kommunikation fehlt, füllen Mitarbeitende die Lücken selbst. Mit Vermutungen, Spekulationen und schlimmstenfalls Gerüchten.
2. Es wird zu spät kommuniziert
«Wir müssen jetzt anfangen zu kommunizieren.» Wenn dieser Satz fällt, nachdem das Change-Projekt abgeschlossen ist, muss man gar nicht mehr beginnen. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Menschen in der Organisation längst eine Meinung gebildet. Die Organisation hat die Meinungshoheit verloren.
Wer zu spät kommuniziert, reagiert oft nur noch. Dann geht es nicht mehr darum, Orientierung zu geben, sondern Missverständnisse einzufangen und Widerständen zu begegnen.
3. Kommunikation wie Werbung
Unternehmen investieren oft viel Geld in Change-Kommunikation. Microsites, interne Kampagnen, aufwändige Videos oder Tools zur Verankerung. Ein weiterer Klassiker. Das Problem dabei: Hochglanzformate allein schaffen noch keine Akzeptanz. Wenn die Inhalte im Alltag keinen Platz finden oder Mitarbeitende keinen konkreten Nutzen erkennen, verpufft die Wirkung, bevor sie einsetzt.
Menschen brauchen keine Werbekampagne für Veränderung. Sie brauchen glaubwürdige Informationen, Transparenz und echte Orientierung.
Gute Change-Kommunikation bedeutet vor allem Transparenz
Erfolgreiche Kommunikation in Change-Projekten wird deshalb von Anfang an mitgedacht und umgesetzt. Sie ist nicht laut, sondern vermittelt. Und sie holt die Menschen dort ab, wo sie stehen.
Das bedeutet:
Ziele verständlich vermitteln
Optionen und Stossrichtungen erklären
Entscheidungen transparent machen
Unangenehmes ansprechen
Raum für Fragen und Unsicherheiten schaffen
die Mehrheit adressieren
Wenn Menschen nachvollziehen können, was passiert und weshalb Entscheidungen getroffen werden, entsteht Verständnis und Akzeptanz. Gute Kommunikation hilft vor allem der grossen Mitte, die eher skeptisch beobachtet, Sicherheit und Orientierung zu gewinnen. Genau dort entscheidet sich, ob ein Change-Projekt getragen wird oder nicht. Der Umgang mit den Verweigerern ist Führungsaufgabe. Und letztlich geht es auch hier um Vermittlung.
Kommunikation ist Teil des Change-Erfolgs
Kommunikation ist also keine unnötige Begleitmassnahme. Veränderung entsteht dann, wenn Menschen bereit sind, den Weg mitzugehen. Deshalb sollte Kommunikation nie als Begleitmassnahme nach dem Change betrachtet werden, sondern als integraler Bestandteil von Veränderungsprojekten von anfang an mitgedacht werden.
Entwicklungen werden schneller, vieles bleibt unklar, und das verunsichert. Wir wissen oft nicht, wohin wir schauen sollen. Das macht Zukunft anstrengend.
Trotzdem bin ich optimistisch. Nicht, weil ich glaube, dass sich alles von selbst ergibt. Sondern weil wir drei Dinge können, die wirklich einen Unterschied machen:
Bewusst entscheiden
Unsere Haltung wählen
Unsere Perspektive ändern
Entscheidung und Haltung
Das sind für mich zwei zentrale Elemente von Zukunftsarbeit. Das erste ist die Entscheidung: Wollen wir Zukunft einfach passieren lassen — oder wollen wir sie aktiv gestalten?
Das zweite ist die Haltung. Unsicherheit ist nicht einfach etwas Bedrohliches. Sie zeigt auch, dass etwas in Bewegung ist. Und wo Bewegung ist, gibt es Möglichkeiten und entsteht Spielraum.
Perspektivwechsel
Wenn es uns gelingt, die Perspektive zu wechseln, verändert sich auch der Umgang mit Veränderung. Die Frage lautet dann nicht mehr nur: Was verändert sich gerade? Sondern: Wohin wollen wir uns verändern und warum?
Wenn ich diese Fragen mit Kundinnen und Kunden bespreche, erlebe ich immer wieder einen Aha-Moment: Aus dem Gefühl, getrieben zu sein, wird wieder ein aktiver Modus. Raus aus dem Reagieren und zurück ins bewusste Gestalten.
Zukunftsarbeit als Schlüssel
Zukunftsarbeit bedeutet für mich nicht, die Zukunft vorherzusagen. Das wäre weder seriös noch hilfreich. Es geht darum, Unsicherheit besser einzuordnen, Klarheit zu schaffen und konkrete Handlungsoptionen sichtbar zu machen.
Wenn Unsicherheit strukturiert wird, wird sie handhabbar. Wenn Klarheit entsteht, kommt Orientierung zurück. Und wenn Optionen sichtbar werden, wächst die Selbstwirksamkeit.
Genau hier setze ich als Zukunftscoach an. Ich schaffe Räume, in denen Denken wieder möglich wird, in denen Optionen entstehen und in denen Menschen wieder handlungsfähig werden.
Die eigentliche Frage
Letztlich ist die eigentliche Frage nicht, ob es Veränderung gibt. Die Frage ist: Wollen wir sie als Bedrohung sehen — oder als Chance, Zukunft bewusst zu gestalten?
Ich bin überzeugt: Wer bereit ist, Unsicherheit anzunehmen, gewinnt Handlungsspielraum zurück. Und genau daraus entsteht eine Haltung, die tragfähig ist.
Wenn du deine Zukunft nicht einfach abwarten, sondern aktiv gestalten willst, lohnt sich ein Blick auf meine Arbeit. Kontaktiere mich gerne. Denn Zukunft beginnt nicht irgendwann. Sie beginnt jetzt und dort, wo wir anfangen, sie bewusst zu gestalten.